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02 September Die Liebe zum WortEs sind keine Gedanken, keine Reden, keine Schriften. Es sind weder Aufforderungen, noch Bitten, noch Wünsche. Es gibt keine Bedürftigen, keine Liebhaber dieser Worte. Keine Nachfragen gibt es zu diesen Texten, keine Menschen, die nach der aufschreienden Stimme schmachten, die sich vor der Einsamkeit der Seele heraus schleichen möchte. Keine Verlockungen, kein Verständnis. Nichts… Nichts gibt es, was dazu beiträgt weiter die Stimme zu heben und sich aus der Unterdrückung und der Strafe, zu ewiger Einsamkeit und Lieblosigkeit verurteilt, herauszukämpfen. Es ist die Sehnsucht, der Drang zu fliehen, das anhaltende Alleinsein. Es sind diese Schmerzen, die mich dazu leiten, diese Worte auf Papier zu bringen. Man muss nicht verstehen, was gemeint wird. Man muss sich nicht selbst in ihnen wieder finden. Man muss nicht lesen und denken und darauf warten, seine Gedanken, Gefühle, seine heimlichen Sehnsüchte und Wünsche irgendwo zwischen den Zeilen zu lesen, denn wer fühlt das, was ich fühle? Wer fühlt das, was du fühlst? Gibt es das? Das gleiche verdammte Gefühl des Eingesperrt seins, das gleiche Verlangen einfach zu gehen, wohin auch immer der Weg führt. Such dich nicht in meinem Leben, denn in meinem Leben hast du dich nicht verloren…. du hast dich in deinem eigenen Leben verloren, in deinen Gedanken, in deinem eigenen Netz verfangen. Wer wird schon verstehen, was ich hier schreibe, wer wird schon spüren, was diese offenen Zeilen vermitteln wollen….. Wenn es so was geben würde, wieso habe ich es nicht schon längst entdeckt? Wenn es so was geben würde, wieso müsste ich dann Worte finden, die mein innerstes erklären, wieso müsste ich mich dem Papier und der Schrift öffnen, und nicht den verständnisvollen Menschen, die nur darauf warten, meine Seele auslöschen zu können. Meine Verse sind die Ohren, meine Sprache ist die Hilfe des Wortes, meine Zeilen sind der Spiegel, in dem ich mich wieder finde, nichts und niemand auf dieser Welt wird diese Abgründe meiner Seele entdecken, niemals wird sich diese beinahe verlorene Seele der Welt öffnen, auf ewig wird das Wort mein Begleiter sein. Keine Liebe wird die Liebe zum Wort ersetzen, keine Menschenseele wird mein Zuhörer sein, allein dem Papier werde ich einen Vortrag über die Verzweiflung, über die vergebliche Suche nach dem Unbekannten, über die Sehnsucht nach der Freiheit, halten. Die Offenbarung, die ich ständig mache, dennoch tief in mir behalte. Es sind meine Zeilen, meine Worte...meine Verse. Versuch nicht dich zwischen den Zeilen zu finden... Du hast dich nicht in meinem Leben verloren.... TrackbacksThe trackback URL for this entry is: http://kurdishlady2.spaces.live.com/blog/cns!6EC54FB1ECBFCDC8!1151.trak Weblogs that reference this entry
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