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    17 December

    Stummer Schrei in stiller Verzweiflung...

    Rapsoul~
    Verzweifelt
     
    Und ich bin verzweifelt
    Und ich weiß auch nicht weiter
    Und ich frag mich ständig
    Sind wir geboren für Klang und Melodie
    (Warum bin ich verzweifelt)
    Warum bist du verzweifelt
    (Warum weiß ich nicht weiter)
    Und wieso weißt du nicht weiter
    (Warum kenn ich den Weg nicht)
    Den Weg nicht, siehst das Licht nicht
    Keine Richtung, sag mir wer führt uns ans Ziel

    Jan
    Ich schau in den Himmel und frage mich oft
    ob Gott mir helfen kann auf meinem Weg durch Panik und Zoff
    Wie Muhammad Ali beim Boxen Will ich mehr als nur ne Nummer sein,
    mehr als nur ein Gegner mehr als nur ein Junge der reimt
    Ich will fremde Herzen erreichen, will breite Massen bewegen
    Will denjenigen denen etwas fehlt, etwas von mir geben
    Will das Menschen über meine Musik reden und sie lieben
    Will das jeder meine Songs kennt von Norden bis in den Süden
    Doch schau ich in den Spiegel, seh’ ich nur n blasses Gesicht
    von 'nem Typen, der nicht weiß, ob das, was er macht, richtig ist
    Weil ihn ständig der Hass zerfrisst und die Last zerbricht
    Faltet er die Hände kniet sich hin und sucht das Licht
    Spricht Gebete, die er selbst erfunden und geschrieben hat
    aus Verzweiflung und Angst in die ihn diese fiese Welt getrieben hat
    Der Schicksalsschlag war hart und kam mit 20 Jahren
    Er wollt 'nen Major Deal, doch war's ein Kind was er bekam
    Weil seine Gedanken ihn quälen, lässt er jetzt alles raus
    Stellt sich ein tragisches Ende vor und malt es sich so aus
    haut seine Faust in den Spiegel und hebt 'ne Scherbe auf
    Guckt nach oben, schließt die Augen und holt aus ...

    CJ
    Tu's nicht, du hast noch soviel vor
    lass dich nicht hängen lass dich nicht hängen
    Denn irgendwann dann kommt die Zeit wo du dann weißt
    du bist bereit für den harten Kampf. der dich nächtelang aufhält
    Denn du schielst nicht aufs Geld, du willst was erzählen
    so lass dich nicht von Verzweiflung quälen ...

    Refrain

    Steve
    Das Szenario im Zimmer nur beleuchtet mit Kerzen
    Gewohntes Bild, fast wie immer 'n Typ alleine mit seinen Schmerzen
    Zum Scherzen ist ihm nicht zu Mute auch wenn er oft lacht
    hat ihm gute Laune, Freundlichkeit bis heut nicht viel gebracht
    Er jagte großen Träumen hinterher, die noch bis heute bestehen
    man sollte ihn auf großen Bühnen sehen, wollte Videos drehen
    leider vergaß er Menschen um ihn rum, die ihn liebten wie er war
    als einfach und glücklichen Typ, der lacht und nicht als Star
    Jetzt ist es 10 Jahre her, Wendepunkt in der Karriere
    Verzweiflung pur im Kopf und im Herz gähnende Leere
    In Gedanken die Barriere „Mach ich weiter, schmeiß ich's hin?“
    Gib meinem Leben damit noch ne Chance und 'nen neuen Sinn
    Deshalb wünscht er sich manchmal in der Zeit zurück zu fahren
    an den Anfang, er als Baby in den Armen von seiner Mum
    Er hätte viel anders getan, hätte er gewusst, dass sein Traum floppt
    doch dann wär er nicht der Typ, der heute diese Reime droppt
    Weil seine Gedanken ihn quälen, lässt er jetzt alles raus
    stellt sich ein tragisches Ende vor und malt es sich so aus
    als während leise noch mal im Radio sein Lieblingslied erklingt
    er seine letzte Kippe raucht, das Fenster aufmacht und springt

    CJ
    tu`s nicht
    wisch dir die Tränen aus deinem Gesicht
    Ich weiß doch selbst, wie schwer es ist
    Doch Gott hat dir das Licht geschenkt
    Damit du deinen Weg erkennst
    So nimm es jetzt in deine Hand
    Und gib nicht auf, verfolg den Drang
    Denn irgendwann bist du der Mann
    Der seinem Kind sagt, was es kann      
     
     
     
     
     
     
    « gewässer des vergessens »

    gewässer
    des vergessens
    versiegle meine tränen
    auf dass sie schwinden
    in den tiefen meiner seele
    und sich vergießen und vergessen – im
    gewässer

     

     

     

     

     

    Verwirrung~

    von Sii

     

    Ich fühl' mich schlecht,
    und ihr merkt es nicht.
    Das Blatt Papier ist nun wieder mein Anvertrauter.
    Ich habe mehr Kraft,
    weil ich mich ausruhe,
    weil ich endlich entscheide,
    ob ich mich draußen zeige oder nicht.
    Ich hab' die Macht darüber zu bestimmen,
    wann ich meine Maske aufsetze,
    wann ich die Außenwelt belüge.
    Irgendwie wusste ich,
    dass es so kommen würde.
    Ich hab' mir erhofft,
    dass sich alles regeln würde,
    durch diese Auszeit,
    doch ich wusste,
    dass es nicht so sein würde.
    Ich hab' es geahnt,
    dass es sich alles in mir aufstauen würde.
    Verzweifelt kämpfe ich dagegen an,
    nicht zu weinen,
    denn es hinterlässt Spuren,
    sichtbare Spuren,
    die verheilen müssen.
    Ich zwinge mich dazu alles positiv zu sehen,
    dabei weiß ich genau,
    dass ich mich selbst anlüge,
    indem ich dies tue.
    Trotzdem hör' ich nicht damit auf,
    denn mein Leben ist doch schön,
    ich weiß es genau.
    Ich bin mir aber auch dessen bewusst,
    dass ich darauf nicht klar komm',
    dass mich alles stört,
    nichts richtig ist.
    Ich will es ja auch alles ändern,
    aber selbst ein Jahr später,
    weiß ich nicht wie.
    Ich liege hier,
    und starre ins Leere,
    denn so fühl' ich mich:
    leer.
    Mir ist schlecht, übel.
    Am liebsten würd' ich ins Bad rennen.
    Mich übergeben,
    diese Leere im Magen spüren,
    so wie ich sie in meinem Herzen spüre.
    Ich will abnehmen,
    fühl' mich zu dick,
    so als ob ich zuviel Platz auf dieser Welt einnehmen würde.
    Ich will verschwinden,
    ganz klammheimlich,
    sodass es niemandem auffällt.
    Meine Gefühle, meine Gedanken,
    wenn ich sie nur abschalten könnte.
    Gefühlslos. Kalt. Eisig. Erfroren.
    So bin ich.
    In der Kälte gestorben,
    ohne jemanden, der mich gewärmt hat.
    Ich hab Angst,
    panische Angst.
    Ich will weiterkommen,
    ich hasse es stetig zu fallen,
    stetig am Boden zu liegen.
    Doch meine Beine sind zu schwach,
    mein Körper zu schwer.
    Ich halte diesen Druck nicht mehr aus.
    Er lässt mich ersticken,
    langsam und qualvoll.
    Ich habe mich verändert,
    ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder.
    Mein vertrautes Spiegelbild,
    ich suche es verzweifelt,
    finde es nicht,
    sehe, dass ich es nicht mehr bin.
    So war ich mal.
    Tränen streicheln über meine Wangen,
    trösten mich liebevoll.
    Ich lehne ihn ab,
    diesen Trost,
    weigere mich,
    will stark sein,
    in allen Punkten.
    Pausenlos kämpfe ich,
    gegen dich, gegen mich, gegen das Leben.
    Nichts entkommt meiner kämpferischen Ader,
    alles geht zunichte.
    Ich habe alle innerne Werte verloren,
    alles wertvolle,
    übrig bleibt mir nur das Materielle.
    Ich sehe mich um,
    bin umgeben von wertvollen Gegenständen,
    die mir nichts bedeuten,
    mir nicht weiter helfen.
    Alles ist so unverständlich,
    so kompliziert und sinnlos.
    In meinem Kopf herrscht die reinste Unordnung,
    welche ich nicht weiß,
    wie zu beseitigen.
    Ich vergesse alles,
    ich verstehe nichts.
    Es bleibt mir ein Rätsel,
    wieso manche Dinge so sind
    und nicht anders.
    Ich frage mich,
    wieso ich mir soviele Gedanken mache.
    Vielleicht gibt es Menschen,
    die mehr nachdenken als ich.
    Dennoch bezweifle ich dies.
    Ich komme mit anderen Menschen nicht klar.
    Sie sind eifersüchtig,
    wenn ich nur wüsste worauf.
    Es kann doch nicht sein,
    dass Menschen soviel Wert auf Materielles legen.
    Ich muss wohl egoistisch sein,
    denn anscheinend teile ich nicht.
    Dabei gebe ich doch alles ab.
    Würde jemand um mein Leben bitten,
    ich glaub' ich würde es verschenken.
    Meine Seele schmerzt so sehr,
    ich will dem ein Ende setzen.
    Könnte ich doch nur Dinge ändern,
    etwas tun,
    helfen,
    ich glaube,
    ich wäre glücklich.
    Könnte ich sie doch nur alle glücklich sehen,
    die Menschen,
    die mir wichtig sind.
    Ich verlange viel zu viel.
    Total abgestumpft vor Schmerz liege ich da,
    meine Augen sich langsam schließend,
    damit meine Gedanken und Gefühle nun zum Ausdruck kommen.
    Alpträume werden erneut diese Nacht schmücken,
    Angst wird mein Herz zerreißen,
    Verzweiflung meine Seele zerstören.
    Wenn ich doch bloß wüsste,
    was tun...


     

     

    Ich schreie~

    von Sii

    Hört ihr mich schreien?
    Ich schreie.
    Nein?
    Ich schreie!
    Ich weiß, dass ihr mich nicht hört.
    Ich höre mich selbst kaum.
    Aber ich schreie, wirklich.
    Ich bin nicht verrückt..
    Ich schreie doch nur.
    Und keiner hört mich.
    Niemals hat mich wer erhört.
    Dabei schreie ich doch!
    Wieso hört mich denn keiner?
    Ich schreie lauter.
    Noch lauter?
    Ich kann nicht.
    Ich schreie.
    Ihr seid taub.
    Oder bin ich stumm?
    Ich schreie!
    Bitte, hört doch.
    Ich schreie..

     

    A m    S A R G    d e r    L I E B E
    von Peter Hauger



    Du rätst mir
    in den park zu gehen
    damit meine gefühle
    zur ruhe kommen

    ich gehe
    setze mich
    auf die bank
    um innezuhalten

    sie kommen herbei
    sie gehen dahin
    gehen vorüber
    die liebespärchen



    in meinem innern tobt sturm
    schauerliche wogen
    ein brausen umfängt mich
    ein gewaltiger sog

    er wühlt alles auf
    bis auf den grund
    schlamm steigt nach oben
    schmerz des vergangenen

    ein sog wie aus urzeit
    ein wirbel im herzen
    zieht alles empor
    reißt an den gedärmen


    mit ungeheurer wucht
    drängt er nach oben
    drängt ans licht
    will hinaus in den raum

    ein ziehen und beben
    ein ächzen und stöhnen
    in qualvollem schlund
    will hinaus aus dem mund

    ein stummer schrei
    denn der mund ist versiegelt
    die kehle zugeschnürt
    hier ist kein ausweg


    es dröhnt in meinen ohren
    möcht aus der nase bluten
    aus den augen fließen
    ausgetrocknet - salzverkustet

    der druck ist qualvoll
    der kopf will zerspringen
    ganglien und gedärme
    chaotisch durcheinandergewirbelt

    das herz droht zu bersten
    es reißt mich in stücke
    wie palästinenser
    selbstmordkommando


    doch sterben, ich kanns nicht
    ich lebe weiter
    wie zerstückelter regenwurm
    und zauberlehrlings-besen

    warum riefst du die geister
    warum wecktest du die liebe
    wenn sie am ende gebieret
    nur schmerzen und qualen

    WER hört meinen Schrei ?
    WER hüllt mich ein ?
    WER deckt mich zu ?

    mit Rosen am Sarg
    dem SARG
    MEINER LIEBE

     

     

     

    Aber die Hoffnung bleibt
    von Annette Andersen

     

    Schweigen folgt dem stummen
    Hilfeschrei der Seele.
    Schweigen strebt raumfüllend
    in die verborgenen Winkel
    luftleeren Raums.
    Schweigend lauert das Schweigen
    in seinem Vakuum,
    bereit, sich mit vagen
    Hoffnungsschimmern
    zu füllen.

     

     

     

     


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